Aretsried - Heimberg

Aretsried - Heimberg

wappen-aretsriedWappen
Im Aretsrieder Gemeindewappen erinnert der grüne Dreiberg einerseits an das Kollegiatstift St. Moritz als einen der vielen Aretsrieder Grundherren, andererseits jedoch an die Familie Schellenberger als Heimberger Grundherren, die Bögen an die ebenfalls in Heimberg begüterten Grafen von Arco und das Schwert an den Patron der Aretsrieder Pfarrkirche, den "Heiligen Pankratius". Notwendigerweise spiegelt sich die starke Aufsplitterung der Flur auch in der Gestaltung des Wappens.

Aretsried geht als Rodesiedlung vermutlich auf das 11. Jahrhundert zurück. Der Ortsname „Arnoldsrhit“ findet sich erstmals in einer Urkunde vom 06. Juli 1209. Damals wird das Prämonstratenserstift Ursberg als Inhaber eines Gutes in Aretsried genannt. Später ist ein Teil der Besitztümer und Rechte mit der Burg Seifriedsberg verknüpft, die Bischof Wolfhart im Jahre 1293 von der Marktgrafschaft Burgau erworben hat. Nach mehrfachem Besitzerwechsel gelangte die Herrschaft Seifriedsberg samt dem Anteil an Aretrsried im Jahre 1751 lehensweise in den Besitz der Grafen Oettingen-Wallerstein, während sich die übrigen Güter bis zur Säkularisation im Jahre 1803 in den Händen verschiedener Grundherren befanden.

Aretsried LuftbildPfarrkirche Aretsried

Erwähnenswert ist die Pfarrkirche St. Pankratius, die unter Verwendung des alten Turmes im Jahre 1828 neu erbaut wurde.

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Weiler HeimbergHeimberg, ein Weiler, befand sich im Mittelalter im Besitz verschiedener Augsburger Bürger – von 1560 an im Besitz der Schellenberger und von 1686 an im Besitz der Grafen von Arco – deren Heimberger Schlösschen im Jahre 1734 zum letzten Mal erwähnt wird. Auch das Domkapitel war in Heimberg begründet.
Mozart: Wiege in den Stauden

MozarttafelBekannt geworden ist der Name Mozart in Zusammenhang mit Salzburg und Wien. Doch ihren Anfang nahm die Familiengeschichte hier - in den Stauden - westlich von Augsburg. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts lebten hier im heutigen "Schwäbischen Mozartwinkel" direkte Vorfahren Lepold Mozarts (1719 - 1787), dem Vater von Wolfgang Mozart (1736 - 1791). Schon 1331 wurde ein Namensvetter der Mozarts aus Fischach in Urkunden des Klosters Oberschönenfeld zum erstenmal erwähnt. Es ist davon auszugehen, dass die Linie der Mozarts, die später das "Musikgenie" Wolfgang Amadeus hervorbrachte, hier in Heimberg ihren Ursprung hat.
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